Wir stellen uns vor:
Gegründet wurde der Burg-und Heimatverein Philippstein e.V. (damals nur Burgverein Philippstein) am 22. Juni 1975 von 25 Gründungsmitgliedern in der ehemaligen Gaststätte "Zur Linde". Ziel sollte es sein, die Burgruine Philippstein vor weiterem Zerfall zu erhalten und zu restaurieren. Die Vereinsmitglieder nahmen also kurz nach der Gründung die Arbeit auf der Burg auf. Die Stadt Braunfels hat ebenfalls Wesentliches dazu beigetragen.
 
Schon nach 11/2 Jahren war der 1. Bauabschnitt abgeschlossen. Um den im Jahre 1978 ebenfalls vom Burgverein rekonstruierten und in Eigenleistung gebauten Dorfbrunnen, fanden im Laufe der folgenden Jahre diverse Brunnenfeste statt. Die finanziellen Überschüsse dieser Feste kamen ebenfalls dem weiteren Burgausbau zu Gute.
 
Der zweite Bauabschnitt, die Restaurierung des Turmes, konnte beginnen. Das Ausmauern des Turmfußes machte große Schwierigkeiten. 98 Kubikmeter Steine aus dem Biebertaler Kalksteinbruch wurden herbeigeschafft, um die große Lücke im Turm zu schließen.
 
Unter Mithilfe der Maurerfirma Gerst aus Braunfels und dem Stammtisch "DYNAMO" gelang es, den zweiten Bauabschnitt im Jahre 1982 abzuschließen. Die Teilnehmergemeinschaft Philippstein baute eigens für den Burgverein einen befestigten Weg durch den Wald zur Burg, der aus Geldern der Landzusammenlegung finanziert wurde. Jetzt konnten die Materialien zur weiteren Restaurierung besser herbeigeschafft werden.
 
Mit 4 ABM-Arbeitskräften, die vom Burgverein 1984 eingestellt wurden, ging die Arbeit zügig weiter. Der Bauhof der Stadt Braunfels hat ebenfalls wesentlich dazu beigetragen, dass bis zum Jahre 1987 eine Mauer von 30 Meter Länge, 9 Meter Höhe und 3 Meter Stärke fertig gestellt werden konnte Zuschüsse von der Stadt Braunfels, vom Landesamt für Denkmalpflege und vom Lahn-Dill-Kreis sind hier geflossen.
 
Der Burgenkeller bekommt als Sicherung des Gewölbes eine wasserdichte Betondecke und einen neuen Eingang mit einer Treppe. Der Turm wurde jetzt außen und innen begehbar gemacht und erhielt ein neues Dach bis zum Jahre 1991. Eine Beleuchtungsanlage wurde auf dem Burggelände installiert. Im gleichen Jahr erhielt der Burgverein die "Schlüsselgewalt" von der Stadt Braunfels übertragen. All dies wurde mit einem großen Burgfest entsprechend gefeiert.
 
Nachdem der Burg-und Heimatverein in der Dorfmitte zur Erinnerung an das Bergarbeiterdorf Philippstein einen Gedenkstein mit einer Schrifttafel aufgestellt hatte, ging man an das nächste Ziel. Es sollte ein Haus (jetziges Touristik-Informations-Gebäude) auf der Burg errichtet werden. Ausstellungsraum, Küche, Toiletten sollten vorhanden sein.
 
Auch dieses Ziel wurde im Jahre 2002 erreicht. Der Burg-und Heimatverein feierte die Übergabe dieses Gebäudes mit einem großen Dorffest, unter Mitwirkung aller Philippsteiner Vereine sowie der Stadt Braunfels am 24. und 25. August 2002, auf der Burg Philippstein. Der Gründungsvorsitzende Reinhold Zimmerschied stand 29 Jahre an der Spitze des Vereins, bis zu seinem Tod am 9. Mai 2004. Sein Sohn Achim Zimmerschied führte den Verein weiter bis Anfang 2008, danach folgte Erik Brumm bis 2012.
 
Die "Burgbande" und die "Krabbelgruppe" wurden gegründet. Kinder-und Jugendarbeit standen ab sofort ganz oben auf der Aktivitätenliste des verjüngten Vorstandes. Unter der Regie von Achim Zimmerschied wurde auch 2005 das 30jährige Bestehen auf der Burg groß gefeiert. Vier Open-Air-Konzerte mit Garden of Delight und zwei Mundartfrühstückveranstaltungen fanden ebenfalls auf der Burg großen Anklang.
 
Seit dem 11. März 2016 steht erneut Achim Zimmerschied an der Spitze des Burg- und Heimatvereins Philippstein,der aktuell 133 Mitglieder hat.